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Grammatik-, Stil- und Zeichensetzungsfehler

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In der Kürze liegt die Würze!

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Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wie lang ein Satz idealerweise sein darf? Wir geben Faustregeln zur Satzlänge.

Wie lang sollten gute Sätze sein?
Wieso die Satzlänge über den Erfolg eines Textes entscheiden kann.
Lange Sätze sind besonders geeignet für:

  • Kreative und freie Texte
  • Anspruchsvolle Texte
  • Beschreibende Texte

Kurze Sätze eignen sich für:

  • Onlinetexte
  • Verständliche Texte, die viele erreichen sollen
  • Informationsdichte Texte auf wenig Platz


Wie lang kann ein deutscher Satz werden?

In vielen Fällen gilt: Je kürzer der Satz, desto besser. Das kann daran liegen, dass in der heutigen Zeit viele von uns auf manchen Kanälen eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne haben und schnelle Informationen wünschen. Aber es geht nicht nur um die Länge der Sätze, sondern auch um die generelle Verständlichkeit Ihres Textes. Erfahren Sie, warum kurze Sätze effektiver sind und warum es wichtig ist, die Satzlänge zu variieren.

Das ist ein Schachtelsatz, also ein einzelner Satz, der mit unterschiedlichen Nebensätzen, Ergänzungen und Aufzählungen damit überzeugt, ausgesprochen lang zu werden, unterschiedliche Ebenen der Abhängigkeiten zu bilden sowie mit einer fast schon unwirklichen Komplexität, es zu schaffen, viele mehr oder weniger essenzielle Informationen in nur eine Aussage zu verstecken, und damit heraussticht, dass wir am Ende nicht mehr wissen, wie er eingangs begonnen hat.

Sie sehen, Deutsch kann besonders gut lange Sätze bilden. Dass wir Kommas lieben, mag ein Klischee sein, hat aber im internationalen Vergleich seine Berechtigung. Lange Sätze besitzen selbstverständlich eine Ästhetik für sich, allerdings leidet darunter oft die Verständlichkeit und Einfachheit der Aussage. Bei zu vielen Satzgefügen wird die Leserschaft vom Inhalt abgelenkt. Es wurde nämlich bewiesen, dass literarische Werke oft länger sind als einfache Alltagstexte.

Zudem können Sie Beschreibungen mit wenig Handlung durch komplexe Satzstrukturen einfacher und besser darstellen als mit simplen Sätzen. Dies begünstigt ebenso, dass lange Sätze tendenziell in fiktionalen Texten (Geschichten, Romanen, Erzählungen etc.) auftauchen.


Wie lang sind Sätze in verschiedenen Textformen?

Fast jeder Verlag oder jede Zeitung hat strenge Vorgaben, wie lang ein beliebiger Satz sein soll oder darf. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) beispielsweise gibt folgende Leitlinien vor:

  • 9 Wörter für eine optimale Verständlichkeit
  • 20 Wörter als Obergrenze des Erwünschtem
  • 30 Wörter als Limit des Erlaubten

Die Spanne zwischen neun und 30 Wörtern mag natürlich etwas groß erscheinen, aber als Faustregel gilt vorrangig die Neun-Wort-Grenze. Laut einer Studie ist ein Satz in der Bildzeitung durchschnittlich 11,6 Wörter lang, im Spiegel 14,7 Wörter und die Durchschnittslänge in der Süddeutschen Zeitung liegt bei 15,4 Wörtern.

Beim Schreiben von Texten jeglicher Art empfehlen wir eine Obergrenze von 40 Wörtern. Zum Vergleich, der Beispielsatz oben ist 64 Wörter lang, während der angeblich längste Satz der Welt 13.955 Wörter haben soll.

Doch beim Tippen merke ich teilweise nicht mehr, wo meine Sätze anfangen oder aufhören. Geht es Ihnen auch so? Dann ist LanguageTool das Richtige für Sie, denn als intelligenter Schreibassistent hilft er mir beim Schreiben und Korrigieren. Die umfassende Sprachprüfung geht dabei weit über eine Empfehlung zur Satzlänge hinaus.

Tipp

Wenn Sie einen zu langen Satz haben und diesen vereinfachen möchten, teilen Sie ihn in mehrere Sätze auf und passen Sie die Grammatik entsprechend an.

Wir möchten Sie um Kenntnisnahme unserer Richtlinien bitten und würden eine schriftliche Antwort Ihrerseits begrüßen.
Wir bitten um Kenntnisnahme unserer Richtlinien. Zudem begrüßen wir Ihre schriftliche Antwort.

Hinweis: Das zweite Beispiel hier ist immer noch nicht perfekt. Es gibt noch Verbesserungsbedarf in Wortwahl und Stil. Es soll nur verdeutlichen, was kürzere Sätze bereits ausmachen können.

Anderweitig können Sie auch auf Semikolon, Klammern und Gedankenstriche zurückgreifen, um den Lesefluss gedanklich aufzuteilen. Außerdem können Sie hinterfragen, ob eingeschobene Zusätze und Nebensätze überhaupt hilfreich sind oder lieber in einem einzelnen Satz nachgestellt werden können.


Warum sind kurze Sätze zu befürworten?

Wenn Sie nicht gerade einen Roman mit ausufernden Beschreibungen verfassen, sollten Sie immer kürzere Sätze bevorzugen. Das hat verschiedene Gründe. Neben der schon angesprochenen Verständlichkeit – mehr Personen können dadurch erreicht werden – sorgen viele Verben (Tätigkeitswörter) für einen dynamischeren Text. Deutsch ist zwar berühmt für seine Nomen (Hauptwörter), allerdings machen mehr Verben einen Text aufregender und interessanter.

Darüber hinaus sind kurze Texte das A und O beim Onlinetexten. Leserschaft, Suchmaschinen wie Google und soziale Medien – sie alle bevorzugen eine kurze, prägnante Ausdrucksweise. Wenn ganze Sätze überhaupt gezeigt werden, dann in sehr kurzer Form. Insbesondere im Marketing und in der Werbung wird ein simpler Satzbau gänzlich auf die Spitze getrieben.

Jetzt verkürzen Sie aber nicht alle Sätze und greifen dadurch auf einen künstlichen Sprachstil zurück. Es gibt noch weitere Faktoren, die entscheidend dafür sind, ob der Text verständlich wird. Es gibt nämlich auch kurze Beispielsätze, deren Bedeutung anderweitig umformuliert werden sollte:

Vor vor der Schule unbefugt abgestellten Autos wird gewarnt.

Schlussendlich sollte bei jedem Text eine abwechslungsreiche Satzlänge gefunden und der Satzbau möglichst natürlich gewählt werden. Variieren Sie also zwischen kurzen und langen Sätzen. Ihre Zielgruppe wird Ihnen danken. Ihre Texte werden verständlicher. Alle sind zufrieden.


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