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Neidisch oder eifersüchtig – oder sogar beides?

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Neid und Eifersucht sind meist negativ behaftete Charakterzüge oder Gefühle. Doch worin genau liegen ihre Unterschiede oder können wir die Begriffe miteinander tauschen?

Unterschied zwischen Neid und Eifersucht
Bei manchen Themen werden selbst wir neidisch …

  • Neid: die Meinung, dass eine andere Person etwas nicht verdient hätte, aber dieses selbst beansprucht werden sollte
  • Eifersucht: Gefühl dafür, Liebe oder einen Vorteil an jemand anderen zu verlieren oder dies teilen zu müssen


Wieso werden „Neid“ und „Eifersucht“ oft verwechselt?

Was hat die Person, was ich nicht hab?

Diesen Satz hören wir häufig, um Unverständnis oder Unbehagen über eine Situation auszudrücken. Doch steckt hinter der Aussage das Gefühl der Eifersucht oder doch purer Neid? Beide Emotionen sind Reaktionen auf eine gefühlte Ungleichbehandlung und haben oft einen negativen Ruf.

Im gezeigten Satz ist die Auseinanderhaltung etwas schwierig. Wir geben daher einige Kontexte, um den Unterschied zwischen Neid und Eifersucht herauszustellen.

Unterschied zwischen Neid (neidisch) und Eifersucht (eifersüchtig)
Bei Eifersucht (links) geht es oft um Gefühle, während Neid (rechts) oft mit Materiellem zu tun hat.

Was genau ist Neid?

Neid ist eine der sieben Todsünden und wird sogar in den Zehn Geboten als letztes und vorletztes Gebot angesprochen – „Du sollst nicht begehren deines nächsten […]“.

Immer wenn wir überzeugt sind, dass eine andere Person etwas besitzt oder erhält, was dieser nicht zusteht, empfinden wir Neid. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob wir dieses Eigentum oder Privileg selbst für uns beanspruchen wollen oder uns nur daran gelegen ist, der Person es zu entziehen.

Viele denken, wir seien nur neidisch, wenn es sich um etwas Materielles handelt. Allerdings kann es bei Neid auch um Liebe, Zuneigung oder Aufmerksamkeit gehen.

„Was hat die Person, was ich nicht hab?“ beispielsweise kann Ihre Antwort auf eine Bewerbungssituation sein, in der eine andere Person den lang ersehnten Job ergattern konnte, obwohl Sie diesen doch gerne selbst haben wollen. Sie gönnen somit dieses Privileg keinem anderen Menschen oder einer gewissen anderen Person nicht, meist um es selbst zu haben.


Was verstehen wir unter Eifersucht?

Eifersucht ist etwas schwächer und wird teilweise sogar als Emotion belächelt. Je nach Charakter gehört Eifersucht bei einigen Menschen – besonders in Beziehungen – zum guten Ton. Sie lässt sich von kleinen Eifersüchteleien bis hin zu rasender Eifersucht subjektiv abstufen.

Wir empfinden Eifersucht, sobald wir Verlustängste verspüren. Fast immer geht es um zwischenmenschliche Gefühle wie Liebe und Aufmerksamkeit. Auf leblose Dinge können wir nicht eifersüchtig sein. Ein zentraler Unterschied ist auch, dass wir nur eifersüchtig sein können, wenn wir bereits vorher in den Genuss von der zu verlieren drohenden Sache gewesen sind.

„Was hat die Person, was ich nicht hab?“ passt zum Beispiel gut, wenn in Ihrer Abteilung eine neue Person anfängt. Sie verstehen sich zwar gut und gönnen dieser schnell einen Teilerfolg, bemerken allerdings, dass die Person ebenso viel Anerkennung für Ihren Job bekommt wie Sie. Da Sie zuvor allein für den Erfolg verantwortlich waren, müssen Sie die Wertschätzung der Firma teilen.


Können wir gleichzeitig neidisch und eifersüchtig sein?

Doch sind die Grenzen zwischen Neid und Eifersucht derart definiert? Nein, Sie können schließlich auch Trauer und Wut oder Freude und Skepsis im selben Moment empfinden. Genau da liegt die Schwierigkeit; eifersüchtig und neidisch sind zwei Adjektive (Eigenschaftswörter), die sowohl zusammen als auch einzeln voneinander – und dann mit unterschiedlichen Bedeutungen –  auftreten können.

Zurück zu unserem Beispiel: „Was hat die Person, was ich nicht hab?“ drückt gleichzeitig Eifersucht und Neid aus, wenn Ihre Leistung bisher sehr geachtet wurde und Sie schon länger auf eine Beförderung hinarbeiten. Indessen kommt eine neue Person zu Ihnen ins Team. Diese wird nicht nur besser bezahlt als Sie es bisher wurden, sondern erhält mehr Anerkennung für ihre Arbeit als Sie.

Zum einen beneiden Sie die andere Person, da Sie die Beförderung gerne erhalten hätten und dem Neuling diesen direkten Erfolg nicht gönnen. Zum anderen flammt in Ihnen die Eifersucht dafür auf, dass Ihre Arbeit nun nicht mehr so wertgeschätzt wird, wie es vorher der Fall war. Das drückt sich nicht nur durch die Hierarchie, sondern auch die Bezahlung aus.


Welche Synonyme gibt es für „Neid“ und „Eifersucht“?

Wir konnten sehen, dass es zwar klare Definitionen für Eifersucht und Neid gibt, diese aber in der Realität auch verschwimmen können. Daher wundert es kaum, dass Alternativen (Synonyme) der beiden ebenfalls recht vage benutzt werden. Neid und Eifersucht werden oft gleich behandelt, allerdings sind die Wörter nicht immer synonym zueinander.

  • Missgunst (oder Abgunst) beschreibt eine böswillige Art Neid, oft gepaart mit Niedertracht und Argwohn
  • Eifersucht entsteht häufig aus Misstrauen oder Skepsis anderen Personen gegenüber

Solche Synonyme können Sie beim Schreiben einfach mit dem intelligenten Schreibassistenten LanguageTool entdecken. Ein Doppelklick reicht aus, um Alternativen zu erhalten, die das zu beschreibende Gefühl genauer beschreiben als Neid oder Eifersucht. Mit einer abwechslungsreichen Wortwahl können Ihre Texte neidisch machen und Sie müssen wohl kaum mehr um Ihren Arbeitsplatz fürchten.


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