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Wie benutzen wir Pronomen (für Nomen)?

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Pronomen (Fürwörter) sind eine der deutschen Wortarten. Wir zeigen die acht Kategorien (Personal-, Relativ-, Indefinitpronomina usw.) sowie die Rechtschreibung von Pronomen.

Was sind Pronomen (Fürwörter)?
Wir können Pronomen in verschiedene Gruppen mit derselben Verwendung unterteilen.

Pronomen / Pronomina sind die Wortart, die anstelle von Nomen (Hauptwörtern) benutzt werden können. Daher sprechen wir auch von Fürwörtern. Zu den häufigsten unter ihnen zählen Personalpronomen, Possessivpronomen, Indefinitpronomen und Relativpronomen. Generell müssen alle Pronomina kleingeschrieben werden.


Was verstehen wir unter „Pronomen“?

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie die Wortart Pronomen hören? In jedem sprachlichen Schulfach bilden Konjugationstabellen die Grundlage zum Erlernen von Verben (Tätigkeitswörter). Die kleinen Wörter am Spaltenbeginn sind die „klassischen“ Pronomen.

ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie, Sie

War es das schon? Nein, dies sind nur die neun deutschen Personalpronomen. Es gibt noch sieben weitere Kategorien und so kommen Pronomen auf eine beträchtliche Häufigkeit in unseren Texten. Jedes Mal, wenn theoretisch ein Nomen an genau der Stelle stehen könnte, handelt es sich um ein Pronomen.

Wir zeigen nun die einzelnen Gruppen, ihre generelle Schreibweise sowie eine linguistische Debatte, inwieweit Pronomen weiter unterteilt werden können.


Welche Kategorien von Pronomen gibt es?

Insgesamt gibt es acht Kategorien für Pronomina. Probieren Sie in folgendem Text alle zu finden. Danach gibt es die Erklärungen zu den Wörtern:

Mein intelligenter Schreibassistent LanguageTool begleitet mich durch den beruflichen und privaten Alltag. Bei jeglichen Textarten kann er helfen, Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie Schwächen des Sprachstils zu finden. Dabei sind die angezeigten Vorschläge genau das, was in jenem Satz alles passen könnte. Wenn ich mir einmal unschlüssig bin, welche Schreibweise korrekt ist, teste ich einfach eine aus und lasse mich bei Bedarf korrigieren.

Auflösung

  • 5x Personalpronomen
  • 1x Possessivpronomen
  • 1x Reflexiv- und Reziprokpronomen
  • 1x Relativpronomen
  • 3x Interrogativ- und Demonstrativpronomen
  • 2x Indefinitpronomen

Personalpronomina (Persönliche Fürwörter)

Neben den acht oben stehenden Formen im Nominativ gibt es die persönlichen Fürwörter auch im dritten (Dativpronomen) und vierten Fall (Akkusativpronomen), wenn diese Objekte eines Satzes werden.

Sie kam dann noch zu uns.

Possessivpronomen (Besitzanzeigende Fürwörter)

Entsprechend der neun Personen gibt es auch neun Possessivpronomen, die darüber Auskunft geben, wem etwas gehört. Dies ersetzt also den Genitiv bei Nomen. Beachten Sie, dass sich die Endung von mein, dein, ihr, sein, unser, euer, ihr, Ihr nach dem nachfolgenden Wort dekliniert.

Das sind ihre Katzen und sein Hund.

Reflexiv- und Reziprokpronomen
(Rückbezügliche & Wechselseitige Fürwörter)

Die Reflexivpronomen werden häufig mit den Reziprokpronomen verwechselt. Während Reziprokpronomina immer im Plural stehen müssen und durch ein einander oder ein gegenseitig ersetzt werden können, gibt es wieder für jede Person ein Reflexivpronomen: mich, dich, sich, uns, euch. Entscheidend ist, dass in den Pluralformen die Personen die Aktion jeweils nur für sich ausgeübt haben.

Alle meine Verwandten haben sich gefreut. (Alle für sich, reflexiv)
Wir haben uns (einander / gegenseitig) minutenlang angesehen. (Reziprok)
Hinweis

Von Personal-, Possessiv- und Reflexivpronomen gibt es nur eine begrenzte Anzahl, die sich nach den traditionellen Sechs Personen richten:

Personal- pronomen (Nominativ) Dativpronomen Akkusativ- pronomen Possessiv- pronomen Reflexiv- pronomen
Ich Mir Mich Meins Mich
Du Dir Dich Deins Dich
Er Ihm Ihn Seins Sich
Sie Ihr Sie Ihr(e)s Sich
Es Ihm Ihn Seins Sich
Wir Uns Uns Unseres Uns
Ihr Euch Euch Eueres Euch
Sie (auch höflich) Ihnen Sie Ihr(e)s Sich

Relativpronomen (Bezügliche Fürwörter)

Relativpronomen kommen nur am Anfang eines Relativsatzes vor. Der, die, das, welche, welches, welcher und was sind die klassischen bezüglichen Fürwörter, die mithilfe eines Nebensatzes das Nomen (oder Pronomen) direkt vor dem Komma näher bestimmen können.

Ist das die Person, die du gefragt hast?

Interrogativ- und Demonstrativpronomen
(Fragende und Hinweisende Fürwörter)

Alle typischen Fragewörter (wie, wo, was, wer etc.) zählen ebenfalls zu den Pronomen. Dabei spielt es keine Rolle, um welchen Fragetyp es sich handelt. Demonstrativpronomen können als antwortende Fürwörter interpretiert werden, die auf diese Fragen die Antworten geben. Allerdings gibt es noch weitere Formen, wie ein alleinstehendes der, die, das.

Welches Auto gehört dir? – Dieses hier.  

Indefinitpronomen (Unbestimmte Fürwörter)

Die wahrscheinlich am schwierigsten zu identifizierenden Pronomen bilden die Gruppe der unbestimmten Fürwörter. Diese stehen ebenfalls stellvertretend für Personen und Dinge, aber diese können und sollen unbekannt bzw. nicht von Interesse sein. Dabei gibt es jene Indefinitpronomen, die eine Existenz beschreiben (alles, etwas, viel etc.) und auch gegenteilige Fürwörter, die eine Nichtexistenz (nichts, keiner etc.) repräsentieren.


Wie werden Pronomen geschrieben?

Der lateinische Name bedeutet „für ein Hauptwort“. Die Schreibweise Pro Nomen oder pro Nomen sind nicht korrekt. Übrigens ist sowohl der Plural Pronomen als auch die Mehrzahlform Pronomina richtig.

Pronomen zählen – anders als Nomen, Adjektive, Adverbien und Verben – nicht zu den Inhaltswörtern. Ihnen wird somit kein semantischer Wert zugeschrieben. Erst aus dem Kontext heraus lässt sich feststellen, wer ich, sein oder alle sind. Dabei ist es besonders wichtig, präzise mit den Stellvertretern der Nomen umzugehen: Das zugehörige Pronomen sollte immer danach dekliniert werden, welches Wort es ersetzen soll.

Vergleichen Sie:

  • Tom bringt Katja die Zahlen bei. Sie ist gelangweilt.
  • Tom bringt Katja die Zahlen bei. Sie sind schwierig.
  • Tom bringt Katja die Zahlen bei. Er ist geduldig.

Wenn Pronomen für Nomen stehen, wie sieht es nun mit der Groß- und Kleinschreibung aus? Die einfache Antwort ist: Alle Pronomen werden immer kleingeschrieben. Doch es gibt diese Ausnahmen:

  1. Höfliche Personalpronomen: Sie muss, Du und Ihr darf großgeschrieben werden.
  2. Indefinitpronomen: Werden diese nominalisiert, müssen Sie großgeschrieben werden.
Habe ich Dir schon einmal gesagt, dass Du mein Ein und Alles bist?
Tipp

Die anderen beiden Pronomen ich und mein sind kleinzuschreiben.


Wie unterscheiden sich Pronomen von Adjektiven und Begleitern?

In der Sprachwissenschaft herrscht Unklarheit darüber, ob Pronomen auch ein Nomen begleiten können. Dies betrifft jedoch nur vier der oben gelisteten Kategorien. Personalpronomen, Reflexivpronomen, Reziprokpronomen und Relativpronomen sind immer klassische Pronomina, die Nomen ersetzen.

Kategorie Als Begleiter Als Pronomen
Possessivpronomen &
-begleiter
Mein Auto, ihr Name Meins, dessen
Interrogativpronomen &
-begleiter
Welches Haus, wessen Glas Was, wo
Demonstrativpronomen &
-begleiter
Dieser Weg, jene Leute Das, dies
Indefinitpronomen &
-begleiter
Alle Menschen, beide Chefs Jemand, nichts

Laut einigen Theorien sollten also nicht alle Pronomen in dieselbe Wortart gezählt werden, sondern es solle unterschieden werden, ob sie Nomen gänzlich ersetzen oder immer noch begleiten – so wie Adjektive es machen würden. Zudem lässt sich dank dieser Theorie feststellen, dass Pronomenbegleiter dekliniert werden (sich also in ihrer Endung nach dem nachfolgenden Nomen richten). Klassische Pronomina sind nur bedingt beugbar; sie richten sich nach Genus und Numerus des stellvertretenden Wortes.

Andere Quellen behaupten, dass alle hier gezeigten Beispiele der Gruppe der Pronomen angehörten, da auch Begleiter zu einem gewissen Grad andere Wörter ersetzen. Possessivbegleiter stehen für Genitivformen und Indefinitbegleiter repräsentieren nach wie vor Personen und Dinge.

Klassische Pronomina: Personal, Reflexiv, Rezprok, Relativ | Begleiter: Possessiv, Interrogativ, Demonstrativ
Die Kategorien unter „Pronomenbegleiter“ gibt es auch als herkömmliche Pronomen.

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